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1962 Signaphon und Telealarm, unsere Alarmübermittlungsgeräte

 

Zur Übertragung von Alarmsignalen und Meldungen ist es heute naheliegend, das Telephon zu verwenden, findet sich doch kaum noch ein Haus, in dem das Telephonkabel nicht eingeführt ist oder sich nicht auf einfache Art zuführen liesse. Schon bei der Entwicklung der ersten Sicherungsanlagen wurde der Wunsch laut, neben der nicht immer genügenden akustischen Alarmierung an Ort und Stelle eine Pikettstelle automatisch anrufen zu können, beispielsweise im Fall eines Einbruches die Polizei oder bei Feuerausbruch die Feuerwehr. Die Securiton hat hierfür zwei Möglichkeiten entwickelt: Das Signaphon, das morseähnliche Alarmsignale übermittelt, und den Telealarm, der Sprachnachrichten weitergibt. Die Einsatzmöglichkeiten des Signaphons und des Telealarms sind also ausserordentlich vielseitig und von grosser Bedeutung für die Wirtschaft, stehen doch die Kosten einer Alarmanlage in keinem Verhältnis zu den immer grösser werdenden dadurch geschützten Werten.

Seit jeher haben sich die Menschen bemüht, durch die Verwendung von Hörnern, Glocken, Trommeln und Höhenfeuern in Notfällen Hilfe herbeizurufen. Mit dem Fortschritt der Technik stehen uns heute hierzu ganz andere Mittel zur Verfügung, allen voran das Telephon. Zur Übertragung von Alarmsignalen und Meldungen ist es heute naheliegend, das Telephon zu verwenden, findet sich doch kaum noch ein Haus, in dem das Telephonkabel nicht eingeführt ist oder sich nicht auf einfache Art zuführen liesse. Schon bei der Entwicklung der ersten Sicherungsanlagen wurde der Wunsch laut, neben der nicht immer genügenden akustischen Alarmierung an Ort und Stelle eine Pikettstelle automatisch anrufen zu können, beispielsweise im Fall eines Einbruches die Polizei oder bei Feuerausbruch die Feuerwehr.

Es wurde deshalb ein Gerät entwickelt, das über eine Telephonleitung Signale geben kann, das Signaphon. Sein Einsatz erfolgt meistens in Verbindung mit einer akustischen Alarmanlage. Bei Alarm wird automatisch auch das Signaphon eingeschaltet. Besonders bei Überwachungsanlagen für Apparate und Maschinen und wo ein stiller Alarm gewünscht wird, kann es aber auch selbständig, das heisst ohne Zusammenhang mit einem akustischen Alarm eingesetzt werden. Im Alarmfall wählt das Signaphon mittels einer gezahnten Wählscheibe, analog der von Hand betätigten Wählscheibe am Telephon, der Reihe nach die vorbestimmten Nummern und ruft damit die gewünschten Pikettstellen über die Telephonleitung an. Beim Abheben des Telephonhörers erhält der Angerufene ein morseähnliches Signal, das ihm die nötigen Auskünfte erteilt und ihm so ermöglicht, seine Anordnungen zu treffen. Mit dem Signaphon können maximal zwei Stellen aufgerufen werden. Abgestellt wird das Gerät durch Wählen der ihm zugeteilten Telephonnummer von der angerufenen Stelle aus. Für die Wiedererstellung der Betriebsbereitschaft braucht bei dem vollelektrisch arbeitenden, an eine Akkumulatorenbatterie angeschlossenen Signaphon lediglich der Rückstellknopf gedrückt zu werden. Wo die Verhältnisse keine Speisung durch einen Akkumulator erlauben, kann ein anderer Typ mit Federmotor eingesetzt werden, der durch Aufziehen wieder in Betriebsbereitschaft gebracht wird.

Neben dem beschriebenen Einsatz des Signaphons als Alarmübermittlungsgerät kann es auch als Überwachungsapparat eingesetzt werden. Durcheine spezielle Schaltung des Gerätes zeigt das Signaphon beispielsweise an, ob alle Türen und Fenster geschlossen sind, die Ölheizung eingeschaltet, die Kühlanlage in Betrieb ist usw. Um alle diese Kontrollen auszuführen, ruft man die Nummer des Signaphons an und erhält durch die entsprechenden akustischen Signale die gewünschten Auskünfte.

Der Umstand, dass durch das Signaphon ein Text nur durch Zeichen wiedergegeben werden kann, führte als weitere Stufe zur Entwicklung des Telealarms, eines Gerätes das gesprochenen Text durchgeben kann. Wie das Signaphon wird der Telealarm einerseits an der Alarmanlage, anderseits am Telephon angeschlossen. Statt durch eine gezahnte Scheibe wird die Meldung durch ein Tonband durchgegeben. Auf diesem sind die Impulse der Nummern der anzurufenden Stellen und der Alarmtext aufmagnetisiert. Letzterer lautet zum Beispiel wie folgt: «Achtung, hier automatischer Alarmgeber, Einbruchalarm Bijouterie Edelstein AG, Silberstrasse 27, Goldau. Ende der Meldung.» Die maximale Laufdauer des Bandes beträgt 10 Minuten. Diese Zeit genügt zum Anruf und zur Durchgabe der Meldung an 8 Abonnenten. Je nach Wunsch kann der Apparat verschiedene Meldungen an verschiedene Nummern durchgeben. Die Anwendungsmöglichkeiten des Signaphons und des Telealarms sind also praktisch unbegrenzt. Welcher Apparat und welches Programm im Einzelfall einzusetzen ist, ist vom Fachmann zu entscheiden.

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