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1987 Markteinführung SMS 5000

 

Das SMS 5000 ist ein kombiniertes Einbruch- und Überfallmeldesystem. Es dient zur Wahrnehmung und zur Verarbeitung der aus der Wahrnehmung stammenden Information sowie zur Auslösung von Massnahmen. Die Einsatzmöglichkeiten des SMS 5000 reichen von der Kleinanlage mit relativ geringen Sicherheitsanforderungen bis zu Grossanlagen für die höchste Risikoklasse. Um das neue Produkt gebührend und möglichst verkaufsfördernd in den Markt einzuführen, galt es eine Reihe neuer Erkenntnisse diesbezüglich zu berücksichtigen.

Vor nicht allzu langer Zeit war die Markteinführung neuer Produkte für viele Unternehmen ein mehr oder weniger grosses Abenteuer. Die entscheidende Frage, ob ein neues Produkt Erfolg haben wird, stellt sich zwar auch heute wie damals. Doch die Markteinführung in den siebziger Jahren und früher verlief weit ungeplanter und oftmals aus der Überzeugung heraus, dass ein gut entwickeltes Produkt zwangsläufig auch im Markt Erfolg haben muss.

Mit dem zunehmenden Druck der Konkurrenz, den schwieriger gewordenen Absatzmärkten und vor allem auch mit den wesentlich gestiegenen Aufwendungen für Entwicklung, wurde das vorangegangene Erfolgsrezept immer mehr in Frage gestellt. Es mussten deshalb neue Wege gefunden werden, die den geänderten Verhältnissen Rechnung tragen. Mit Hilfe der Produktplanung werden alle Informationen aus der Produkteumwelt, Markt und Unternehmung, systematisch analysiert. Mit dieser Methode kann der Erfolg eines neuen Produktes im Voraus gut bestimmt und gesteuert werden.

Produktidee, Produktstudie und -entwicklung sowie Produktion und Markteinführung sind wichtige Phasen der Produktinnovation. Auch die Entwicklung des SMS 5000 erfolgte in klar definierten Planstufen. Sorgfältige Planung und konsequente Einhaltung der vorgegebenen Ziele führten zum entscheidenden Schritt der Planstufe 8 «Markteinführung». Was aber haben wir darunter zu verstehen? In dieser Phase wurde zwischen Entwicklung und Marketing besonders eng und intensiv zusammengearbeitet, galt es doch, dem neuen Programm seine endgültige fertigungs­ und marktgerechte Gestalt zu geben. Mit Hochdruck wurden die Vorbereitungen für die im vergangenen Jahr durchgeführte Messe «Sicherheit 86» in Zürich vorangetrieben. Tableaus, Zubehör und Demo-Modelle mussten vorbereitet und zum Teil speziell gefertigt werden. Die Präsentation der neuen Produkte SMS 5000 verlief dann auch recht erfolgreich. Weitere verkaufsfördernde Massnahmen folgen nun laufend durch die in unserem Hause fast wöchentlich durchzuführenden Demonstrationen an potenzielle Interessenten und Kunden. Auch draussen an der Front erfolgen wichtige Kundenbesuche, oftmals mit Unterstützung des Productmanagers und Mitarbeiter der technischen Applikation. Sorgfältig werden die ersten Anlagen platziert, gilt es doch, speziell gute Referenzen zu schaffen.

Eine nicht zu unterschätzende Tätigkeit entfällt auf die Erstellung der Verkaufsunterlagen. Nachdem die relevant scheinenden Aussagen gefunden und alle wichtigen "features" definiert sind, müssen diese Gedanken in die Tat, sprich «aufs Papier» gebracht werden. Die graphische Gestaltung verlangt viel Einfühlungsvermögen und Detailarbeit. Einen besonderen Aufwand verlangen die Texte. Die Erstellung der technischen Dokumentation ist eine äusserst anspruchsvolle und zeitraubende Arbeit. Ausserdem muss eine gewisse Zahl von Checklists, Textbausteinen, Hilfsblättern für die Erstellung der Offerten, Programmierunterlagen, etc. vorbereitet werden. Diese Unterlagen werden auch benötigt für die Unterrichtung unserer Mitarbeiter im Verkauf, der Projektierung, Montage- und Installation an den laufenden Verkaufs- und Instruktionstagungen.

Markteinführung heisst auch die Produktpolitik definieren. Neben der Grundausrüstung ist die Variantenwahl und das anzubietende Dienstleistungspaket zu bestimmen. Die Angebotspakete müssen so definiert werden, dass sie den verschiedenen Bedürfnissen (Markt – Unternehmung) Rechnung tragen. Es gilt auch, verbindliche Absatzzahlen zu ermitteln. Und last but not least, die Ablösung mit den bestehenden Programmen muss ebenfalls geplant und koordiniert werden. Unter Berücksichtigung der definierten Marktstrategie und Produktpolitik wird der Preis festgelegt. Dabei gestaltet sich die Preisfindung besonders schwierig bedingt durch die Verlagerung der Hard- in die Software.

Zur Markteinführung gehört aber auch die Anpassung unserer Vertriebsorganisation an die vom Produkt her geänderten Verhältnisse. Unsere Mitarbeiter auf den Geschäftsstellen und im Service müssen im Umgang mit entsprechenden Programmiergeräten und Testhilfen ausgebildet werden. Rechtzeitig muss die Ersatzteil- und Lagerbereitschaft vorliegen. Der Service muss sich mit den auf ihn zukommenden Aufgaben auseinandersetzen. Alle diese Tätigkeiten und Arbeiten zielen darauf ab, eine reibungslose Markteinführung zu ermöglichen. Die Tatsache, dass wir ein äusserst anspruchsvolles Produkt in einer relativ kurzen Zeit entwickeln, fertigen und in diesen Tagen ausliefern können, darf alle Beteiligten mit Genugtuung erfüllen.

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